Andreas Kappes

* 23.12.1965 in Bremen
† 31.07.2018
Erstellt von Saarbrücker Zeitung
Angelegt am 31.07.2018
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Gedenkkerze

Ingo schulze

Entzündet am 02.08.2018 um 16:28 Uhr

Ich werde immer an die gemeinsame Zeit denken Lange ist es her aber ich habe deinen Weg verfolgt. R.i.P

Gedenkkerze

Uwe Schulz

Entzündet am 02.08.2018 um 12:30 Uhr

Ich bin zutiefst erschüttert. Ich kannte Andreas Kappes aus vielen Besuchen des Dortmunder Sechstagerennens. Andreas Kappes war ein herausragender Radsportler.

Gedenkkerze

Birgit Elvira

Entzündet am 01.08.2018 um 07:53 Uhr

Biographie

Bei den Junioren zeigte sich bereits, wo seine wahre Stärke lag: auf der Bahn. 1993 holte er den Deutschen Meistertitel im Zweier-Mannschaftsfahren und den Weltmeistertitel im Punktefahren.

Nach der Teilnahme an seinem ersten Sechstagerennen 1987 in Bremen nahm er an insgesamt 115 Sechstagerennen teil, war aber stets auch als Straßenfahrer erfolgreich. Neben 24 Siegen bei „Six Days“ konnte er 94 Straßenrennen und zwei Etappenfahrten in Deutschland, den USA, in der Schweiz, Liechtenstein, Österreich, Belgien, Frankreich, Italien und Spanien gewinnen. Zu seinen größten Erfolgen auf der Straße zählten 1991 die Siege beim Klassiker Omloop Het Volk, der Kudamm-City Night in Berlin und ein Etappensieg beim Giro d’Italia 1988, sowie bei der französischen Tour de l’Oise 1989.

Schon in seinem ersten Jahr als Berufsfahrer wurde er in die Deutsche Nationalmannschaft berufen und konnte einen 17. Platz im Weltmeisterschafts-Straßenrennen erkämpfen. Ein Jahr später, 1988, belegte er den 50., 1989 den 24. und 1990 den 8. Rang. Auch 1993 konnte er sich unter den Weltbesten als 13. platzieren, während er 1994 auf Platz 46 im Mittelfeld landete. Wesentlich erfolgreicher war er bei den Bahn-Weltmeisterschaften, wo er 1996 bis 1999 drei Bronze- und eine Silbermedaille im Zweiermannschafts- bzw. im Punktefahren erringen konnte.

1997 wurde ihm nach einer positiven Dopingprobe der deutsche Meistertitel im Punktefahren aberkannt. Er wurde außerdem für sechs Monate gesperrt. Kappes kam nach einer Dopingprobe während der deutschen Bahnmeisterschaft im Juli 2000 erneut wegen eines erhöhten Nandrolonspiegels kurzzeitig in den Verdacht, gedopt zu haben. Im Dezember 2000 sprach ihn das Sportgericht des Bundes Deutscher Radfahrer von den Vorwürfen frei. Der Nandrolongehalt im Blut konnte auf zulässige Nahrungsergänzung zurückgeführt werden.[2]

Nach der Winterbahnsaison 2007/08 beendete Andreas Kappes seine aktive Laufbahn. Er lebte in Köln. Ab 2010 beriet er junge Radsportler in Trainingslagern und bei Radrennen. Zuletzt war er unter anderem Sportlicher Leiter der Tour de Neuss.

Er starb am 31. Juli 2018 an Herzversagen, ausgelöst durch eine allergische Reaktion auf einen Insektenstich.

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